Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) im nordöstlichen Mühlviertel

 

Die folgenden Aufzeichnungen sind chronologisch rückläufig geordnet.

Näheres zum Artenschutzprojekt Braunkehlchen im Mühlviertel unter

www.birdlife.at/ooe/unsere-arbeit/artenschutz

4. Juli 2013

 

Es werden Prämien zum Schutz der aktuellen Braunkehlchen-Bruten ausbezahlt!

Hier der Download des Antrags-Formulars.

Antrag_auf_Gewährung_einer_Prämie_Juni13
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1. Juli 2013

Laute Warnrufe des weiblichen Altvogels bei einem vorsichtigen Kontrollgang zum vermutlichen Neststandort lässt auf Nachwuchs hoffen.

12. Juni 2013

Das Männchen nutzt im angrenzenden Getreidefeld einen Ampfer als Ansitzwarte für die Jagd.

9. Juni 2013

Anfang Juni stellte ich erfreulicherweise auch ein Weibchen (im Bild oben) im Revier des Männchens fest. Einige Male konnte ich beobachten wie es eine Hecke auf einem Ackerrain anflog und darin verschwand (siehe Pfeil).

Vermutlich befindet sich dort das Nest, welches gut versteckt am Boden unter einem dichten kleinen Busch alleine vom weiblichen Altvogel gebaut wird.

18. Mai 2013

Mitte Mai konnte ich ein Braunkehlchen Männchen dabei beobachten, wie es immer wieder seinen Reviergesang von Zaunpfählen aus vorgetragen hat. Diese wichtigen vertikalen Strukturen dienen diesen kleinen Singvögeln, neben Büschen, Stauden und Altgrashalmen als Sing- bzw. Ansitzwarten für die Jagd.

Braunkehlchen - Saxicola rubetra - Whinchat

Einführung

Noch in den 1980er Jahren war das Braunkehlchen im gesamten Bundesgebiet im Berg- und Hügelland weit verbreitet. Auch im Flachland war die Art in Feuchtgrünlandgebieten zu finden. Seither sind die Bestände dramatisch zusammengebrochen und das Vorkommen des Insektenfressers konzentriert sich nur mehr auf Alpentäler sowie auf Niedermoore des Alpenvorlandes. Die Art steht stellvertretend für eine ganze Artengemeinschaft an Wiesenvögeln, die aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft Jahr für Jahr im Bestand abnehmen.

Das Braunkehlchen verliert durch die Umwandlung von extensivem Grünland, Niedermooren oder Streuwiesen in Intensivgrünland und Ackerland zunehmend an Lebensraum. Durch die Entfernung von Randstrukturen entsteht Brutplatzmangel, da sie ihre Nester gerne am Fuß von Büschen oder Stauden anlegen. Zusätzlich fehlen ihnen dadurch Singwarten und Ansitze zum Jagen. Durch intensive Düngung können Wiesen mehrmals im Frühjahr und Sommer gemäht werden. Dadurch findet die erste Mahd für die Braunkehlchen oft zu früh statt. Die Elterntiere bringen ihre Brut nicht mehr durch, da die Jungvögel vor dem Ausfliegen ausgemäht werden (BirdLife, Österreich).

Infoblatt Braunkehlchen-Schutzprogramm.p
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